In guten und in schlechten Zeiten

Seit Tagen zerbreche ich mir den Kopf, wie ich neue Bilder für den Blog schießen kann, obwohl ich ja noch sehr holprig mit Krücken unterwegs bin. Dinge hübsch arrangieren ist momentan nicht drinnen, und jemand anderen darum bitten möchte ich auch nicht. Dann dachte ich an meine Anfangsworte im ersten Beitrag zurück: „Mein Blog soll wie ein Tagebuch sein“. Nun gut, mein Alltag ist momentan nicht spannend, dennoch gibt es einiges zu erzählen. 😉

Anfang September wurde ich am Knie operiert, ich hatte einen Innenmeniskus- Riss, der bei der OP genäht wurde. Der Eingriff erfolgte problemlos unter Vollnarkose und ich durfte noch am selben Tag heim „gehen“. Soweit so gut. Zuhause dann gleich die erste Herausforderung: Ab in den zweiten Stock, ohne Aufzug. Natürlich war mein Mann zur Stelle, doch es kostete mich sehr viel Kraft in die Wohnung zu kommen.

Die ersten Tage hatte ich sehr mit meinem Kreislauf und Übelkeit zu kämpfen, das hat sich mittlerweile gelegt. Natürlich wird einem auch durch das ständige Herumliegen schwindlig und man fühlt sich sehr müde. Genau deshalb bemühe ich mich zwischendurch immer wieder zu gehen und auch mal frische Luft zu schnappen.

Viele von euch denken, und zwar völlig berechtigt, dass es eh nur ein kleiner Eingriff war- das stimmt natürlich. Die OP war für mich auch vollkommen reibungslos, ich hatte nicht mal schlimme Schmerzen. Die größte Herausforderung war für mich auch nicht der Eingriff, sondern das Leben nachher. Ich muss eine feste Schiene tragen, die von meinem Oberschenkel bis fast zum Knöchel geht. Sie muss natürlich fest sein, damit ich das Knie nicht abbiegen kann. Die Schiene darf nicht nass werden, und man ist auch recht unbeweglich damit, somit ist Duschen usw. ein großer Spaß. Mittlerweile haben wir (ohne meinen Mann wäre ich aufgeschmissen) den Dreh raus, und mal ehrlich, geduscht fühlt man sich 1000 mal wohler. Nur das Haarewaschen muss der liebe Gatte noch üben, sehr gefühlvoll ist er dabei leider nicht. 😉

Da ich mit meinen Händen nicht zu den Zehen komme und nichts abbiegen darf/kann, ist Anziehen auch eine Hürde. Besonders mit den Socken plage ich mich sehr, auch hier muss mir mein Gatte helfen. Manchmal fühle ich mich wirklich wie ein kleines Kind, es ist mühsam, wegen Kleinigkeiten dauernd jemanden zu brauchen.

In der letzten Woche habe ich wirklich zu schätzen gelernt, was es heißt gesund zu sein. Ja, das klingt total abgedroschen, aber wenn man für jeden Handgriff irgendwen rufen muss, fühlt man sich wirklich total eingeschränkt. Überhaupt verkleinert sich der gesamte Lebensraum, teilweise hab ich mich richtig isoliert gefühlt. Natürlich hatte ich Besuch, meine liebe Mama war jeden Tag, oft auch zweimal da, aber trotzdem wird einem ein bisschen die Freiheit genommen.

An dieser Stelle möchte ich wirklich gerne meinem Mann danken, der es diese Woche nicht unbedingt leicht mit mir hatte und wahrscheinlich froh ist, dass er morgen wieder arbeiten gehen kann. 😊 Auch meiner Mama lass ich hier ein Dankeschön zukommen, sie hat uns mit Essen und allerlei guten Ratschlägen versorgt. 😉

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So wurschtel ich mich nun mit Lesen, Fernsehen (Shopping Queen, 4 Hochzeiten, Das perfekte Dinner- danke, VOX 😉) , Instagram/Fotos schauen durch den Tag und hoffe, dass die nächsten Wochen schnell vergehen. Am Donnerstag kommen die Nähte raus, und die Schiene wird das erste Mal umgestellt- mal sehen, wie ich mich dann fühle. 😊

PS: Die Fotos des heutigen Beitrages sind von unserem Verlobungsshooting im letzten Jahr. Ich hab sie deshalb ausgesucht, weil sie mich an einen wunderschönen, sorglosen Tag erinnern und ich hoffe, dass wir bald wieder so unbeschwert lachen können. 😊

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PPS: Wer von euch war auch schon Meniskus operieren? Was sind eure Erfahrungen damit?

Bis bald, eure charliesmum

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