Unser Adventwochenende in Hévíz

Das erste Adventwochenende haben wir in Hévíz, Ungarn in dem Wellnesshotel „Bonvital Hotel Hévíz Adults Only“ verbracht. Zu Beginn muss ich sagen, dass dieser Miniurlaub sehr spontan und als Schnäppchen gebucht wurde. Dementsprechend fuhr ich mit gemischten Gefühlen hin.

Die Hinfahrt führte uns zweieinhalb Stunden quer durch Ungarn, rechts und links waren meistens nur Felder und Bauernhöfe zu sehen. Als wir dann in Hévíz ankamen, fühlte ich mich wie in einem Ferienort in Kroatien. Entlang der Straße war eine Fußgängerzone mit vielen Geschäften, es gab viele Hotels und eine liebe Kirche weiter oben im Ort.

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Wir kamen am Freitagabend sehr spät im Hotel an, da mein Mann lang arbeiten musste. Trotz unserer Ankunft um 20:45 Uhr, hat uns die liebe Dame der Rezeption noch Essen geschickt, bevor wir richtig einchecken mussten. Das fanden wir toll, nach der Autofahrt hatten wir ja doch noch Hunger. Das Buffet war noch gut gefüllt, es gab Suppen, Salate, Vorspeisen, Fisch, Fleisch, Gemüse, Beilagen und noch viel mehr. Wir aßen noch in aller Ruhe und checkten dann in unser Zimmer ein. Das Auto durfte am Hotelparkplatz stehen, dafür bezahlten wir 5 Euro pro Tag, was völlig okay war.

Über das Zimmer kann ich nicht so viel Positives sagen, es war nicht schlecht, aber auch nicht besonders ansprechend. Leider hatte unsere Putzfrau Haarausfall, denn jedes Mal nach dem Putzen hatten wir viele Haare in der Dusche und im Bett. Das mag ich gar nicht, und deshalb war das für uns ein Minuspunkt des Hotels. Nachdem wir uns also im Zimmer eingerichtet hatten (Badeschlapfen im Bad, Haare aus dem Bett entfernt), schliefen wir auch bald, es war ein langer Tag.

Am Samstag starteten wir gut gelaunt zum Frühstücksbuffet und das kann sich wirklich sehen lassen. Es gab wirklich vieles, angefangen von Eiern in allen Variationen, Würstel, Speck, Aufstriche, Gemüse, Obst, Kuchen, die besten (!!) amerikanischen Pfannkuchen, die ich je gegessen habe. Weiter ging es mit Müsli, Cornflakes, Jogurt und noch so viel mehr. Wir konnten gar nicht alles testen, die Auswahl war wirklich groß. Die Getränke (warm und kalt) waren auch Selbstbedienung, sogar bei der Milch gab es drei verschiedene Sorten. (Vollmilch, Kokos und Soja)

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Gestärkt gingen wir dann in unser Zimmer, um uns für unsere Aromamassagen fertig zu machen. Wir hatten für jeden von uns 50 Minuten gebucht, und der Preis war mit 40 Euro pro Person total in Ordnung. Da es eine Ganzkörpermassage war, hat die Masseurin auch das Tape am operierten Knie gesehen. Sie hat während der ganzen Massage aufgepasst, um mir keine Schmerzen hinzuzufügen und besprach vorher mit mir, wie weit sie „hinmassieren“ durfte. Das fand ich sehr aufmerksam und meinem Mann ging es mit seinen Narben ähnlich. Die Massage selbst war sehr entspannend und tat überhaupt nicht weh. (Das ist für mich nicht selbstverständlich, wir haben in Griechenland voriges Jahr andere Erfahrungen gemacht! 😊)

Anschließend gingen wir in den Wellnessbereich, um ein bisschen zu planschen und uns auszuruhen. Es gab ein Jacuzzi und einen Pool mit Unterwasserfahrrädern, das Angebot war also nicht sehr groß. Da wir keine Saunageher sind, kann ich darüber nichts schreiben, wir nutzten nur die Infrarotkabine.

Als uns am Nachmittag dann doch ein bisschen langweilig wurde, beschlossen wir die Stadt zu erkunden. Wir zogen uns also warm an und machten uns auf den Weg in die Fußgängerzone. Obwohl es Samstag war, gab es kaum Menschen auf der Straße. Wir waren mehr oder weniger die Einzigen, die spazieren gingen. Zu den Geschäften kann ich nur sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass wir in Österreich mit der Mode meilenweit voraus sind. Die Kleidung in den Geschäften erinnerte mich stark an meine Oma, es gab viele Stücke mit Fell. Wir kauften also nichts und schlenderten weiter, bis wir einen kleinen Weihnachtsmarkt entdeckten. Und hier kamen wir dann in den Genuss einer ungarischen Spezialität: Langos oder Kartoffelpuffer belegt wie eine Pizza. Ja, ich konnte es selbst kaum glauben, dass mir das schmeckt, doch es war toll. Mein Mann aß ein Langos mit Wurst, lila Zwiebeln, Rahm und Käse. Mein Kartoffelpuffer war belegt mit Rahm und Käse. Wir konnten mit Euro bezahlen und setzten uns dann auf die bereitgestellten Bänke unter einem Zelt, um unsere Kalorienbomben zu verspeisen. Es schmeckte wirklich köstlich, doch danach hatten wir mehr als genug. 😊 Da uns mittlerweile kalt war, holten wir uns noch ein Apfel-Zimt Getränk von einem anderen Stand und spazierten dann eine Weile durch einen Park. Als es dunkel wurde, kehrten wir wieder ins Hotel zurück und zogen uns für das Abendessen um.

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(Auch dieses Schwein durften wir am Weihnachtsmarkt besichtigen!😊)

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Das Abendessen am Samstag konnten wir natürlich viel mehr genießen, da wir uns ja nicht hetzen mussten. So starteten wir mit einer Zwiebelsuppe, aßen uns durch den griechischen Salat und griffen dann ordentlich bei den Hauptspeisen zu. Es gab Mangalitzaschweinebacken, Ente, Fisch, Schweinskotelette und wieder allerhand Beilagen und Gemüse. Zum Abschluss gab es Mehlspeisen und/oder Käse. Pappsatt und müde durch die frische Luft gingen wir ziemlich bald schlafen.

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Am Sonntag mussten wir bis 11 Uhr das Zimmer räumen, so konnten wir noch gemütlich das Frühstück genießen. Natürlich habe ich mich nochmal mit den Pfannkuchen und Nutella vollgestopft. 😊

Anschließend checkten wir problemlos aus, auch im Hotel konnte man natürlich mit Euro bezahlen. Die Heimfahrt war dann wieder recht langweilig, es gibt in Ungarn nicht so viel zu sehen. (Zumindest nicht auf dieser Strecke! 😊)

Bei meinem Papa wartete dann auch schon Charlie auf uns. Da mich manche von euch auch gefragt haben, ob Tiere im „Bonvital Hotel Hévíz Adult only“ erlaubt sind: Ja, gegen Aufpreis. Für mich persönlich macht ein Wellnessurlaub mit einem Hund wenig Sinn. Das muss aber letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Fahrt ihr im Advent auch noch weg? Vielleicht sogar mit eurem Vierbeiner? 😊

Bis bald, eure charliesmum

 

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